[Unsere Erfahrungen mit Librela.] Anzeige

Vor Kurzem bin ich durch Zufall auf Librela gestoßen — ein Tier­arzneimit­tel, welch­es bei Hun­den zur Schmer­zlin­derung im Zusam­men­hang mit Arthrose einge­set­zt wird. Wir haben es aus­pro­biert und möcht­en heute unsere Erfahrun­gen mit euch teilen.

Doch bevor ich auf Librela einge­he und berichte, welche Erfahrun­gen wir sam­meln durften, erzäh­le ich euch kurz warum wir über­haupt auf Librela gekom­men sind:

Queen ist 9 Jahre alt. Bei ihr wurde bere­its mit 6 Monat­en (damals durch das sog. Vor­rönt­gen für den SV) eine bei­d­seit­ige ED mit dem Beginn ein­er leicht­en Arthrose fest­gestellt. Direkt habe ich mit Nahrungsergänzungsmit­teln ange­fan­gen und sie im Alter von zwei Jahren einem Experten vorgestellt. Auch er hielt eine OP für nicht notwendig, weil bei ihr kein Knochen­stück frei im Gelenk lag, son­dern das Gelenk ein­fach nicht sauber aus­ge­bildet gewe­sen ist. Die Arthrose war so gut wie gar nicht fort­geschrit­ten. Nach diesem Ter­min begann ich mit der Gabe von Col­lag­ile dog (übri­gens eine absolute Herzensempfehlung). Das bekommt sie nun schon seid 7 Jahren durchge­hend. Bis auf kleine Entzün­dun­gen zwis­chen­durch, die wir immer sehr gut mit Blutegeln behan­delt haben, kamen wir mehr als gut durch die Jahre.

Als Queen Anfang des Jahres durchgecheckt wurde, haben wir auch ein­mal kom­plett rönt­gen lassen. Dank des Col­lag­iles — was auch durch zahlre­iche Stu­di­en belegt wurde — ist die Arthrose in all den Jahren nicht fort­geschrit­ten und auch nicht im Rück­en oder der Hüfte zu find­en.

Was mich nun doch bewegt hat, mich mit diesem The­ma auseinan­der zu set­zen:

Wenn wir viel unter­wegs gewe­sen sind oder Queen viel ger­an­nt und gespielt hat, dann ist sie abends manch­mal etwas langsamer aufge­s­tanden und lief die ersten drei bis fünf Schritte etwas steif vorne. So, als müsste sie sich erst ein­laufen — typ­isch für Arthrose. Zudem ist mir aufge­fall­en, dass sie nachts oft auf­ste­ht, um sich anders hin­le­gen zu kön­nen. Ihre Decke war mor­gens oft zusam­men geknud­delt.

Ich sprach daraufhin mit mein­er Tierärztin. Sie sah noch keinen Hand­lungs­be­darf, weil man auch nicht vergessen dürfte, dass sie 9 Jahre alt ist und Arthrose in solchen Momenten auch ein­fach mal sicht­bar sein kann ohne dass man direkt alle Geschützte auf­fahren müsste. Ich ließ das erst ein­mal so ste­hen, aber war nicht wirk­lich zufrieden mit dieser Aus­sage. Ich wollte aber auch nicht anfan­gen, täglich Schmerzmit­tel in den Hund zu steck­en. Nicht nur, weil mir das (noch) etwas über­trieben vorgekom­men wäre, son­dern auch, weil sich Schmerzmit­tel über Niere und Leber abbaut und ich wollte diesen Zeit­punkt noch hin­auszögern.

Durch Zufall stieß ich im Inter­net auf Librela. Ein Tier­arzneimit­tel, welch­es zur Behand­lung von Schmerzen im Rah­men von Arthrose einge­set­zt wird. Mit­tler­weile haben wir die Klinik aus ver­schiede­nen Grün­den gewech­selt und ich sprach mit unserem neuen Arzt über Librela. Er berichtete mir, dass es noch nicht allzu lange in Deutsch­land zuge­lassen sei, sie aber schon sehr gute Erfahrun­gen damit gemacht haben. Ich erin­nerte mich noch an einen Hund aus dem Mantrail­ing — Kurs, dessen Besitzerin immer in die Nieder­lande fuhr, weil Librela dort schon zuge­lassen war und sie unglaublich gute Erfolge damit erzie­len kon­nten. Unser Arzt schätze, dass von allen in der Tierklinik mit Librela behan­del­ten Hunde rund 60 bis 80 % eine Besserung gespürt hät­ten. Neben­wirkun­gen seien nicht bekan­nt und noch am sel­ben Tag erhielt Queen die erste Spritze. Sie benötigt ca. 5 bis 7 Tage bis die Wirkung ein­set­zt. Die Dosis reicht für einen Monat. Heute bekam Queen ihre zweite Spritze und ich finde es ist Zeit, unsere Erfahrun­gen mit euch zu teilen.

Zu Librela

Librela ist eine Injek­tion­slö­sung. Diese wird sub­ku­tan angewen­det, also unter die Haut gespritzt. Die Dosis hängt vom Kör­pergewicht des Hun­des ab und wird ein­mal im Monat verabre­icht.

Bish­er wur­den Hunde mit Arthrose oft mit soge­nan­nten NSAIDs (nicht­s­teroidale Entzün­dung­shem­mer) behan­delt. Die meis­ten dieser Prä­parate wer­den täglich verabre­icht und über Leben und Niere ver­stof­fwech­selt und aus­geschieden. Librela ver­fol­gt einen anderen Weg:

Librela bein­hal­tet den Wirk­stoff Bed­in­vetmab. Hier­bei han­delt es sich um einen monok­lonalen Antikör­p­er, welch­er entwick­elt wurde, um den soge­nan­nten Ner­venwach­s­tums­fak­ter (ein Pro­tein) zu erken­nen und sich daran zu binden. Nach der Bindung an dieses Pro­tein kann er ver­hin­dern, dass der Ner­venwach­s­tums­fak­tor an seine Rezep­toren auf Ner­ven­zellen bindet. Was kom­pliziert klingt, kann kurz zusam­menge­fasst wer­den: Der Wirk­stoff Bed­in­vetmab unter­bricht die Über­tra­gung von Schmerzsig­nalen.

Hat Librela Neben­wirkun­gen?

Es kann zu leicht­en Reak­tio­nen an der Injek­tion­sstelle kom­men (Schwellun­gen bzw. Berührungsempfind­lichkeit). Dies trat in mehr als 1, jedoch weniger als 10 von 1000 behan­del­ten Tieren auf.

Unsere Erfahrun­gen

Wie schon von dem Arzt prog­nos­tiziert, dauerte es einige Tage bis die Wirkung ein­set­ze. Von dem Tag an wurde es täglich bess­er. Queen läuft gar nicht mehr steif nach dem Auf­ste­hen. Selb­st dann nicht, wenn wir mehr als viel unter­wegs gewe­sen sind und sie viel gespielt und geto­bt hat. Die Kuscheldecke liegt am mor­gen noch genau­so wie am Abend, d.h. sie ste­ht nachts nicht mehr häu­fig auf um sich neu zu posi­tion­ieren.

Draußen ist Queen aktiv­er gewor­den. Das ist auch etwas, was der Arzt mir gesagt hat: Manch­mal merkt man gar nicht, dass Hunde im Alter langsamer wer­den. Ich würd jet­zt nicht sagen, dass Queen langsam gewe­sen ist, aber schein­bar hat ihr die Spritze einen kleinen Boost­er gegeben.

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden. Ich hab nicht das Gefühl mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, hab zugle­ich kein schlecht­es Gefühl, weil es kein herkömm­lich­es Schmerzmit­tel ist, welch­es über Nieren und Leber abge­baut wird. Das, was mir an Queen aufge­fall­en ist, ist kom­plett ver­schwun­den und darüber hin­aus ist sie noch ein­mal eine Spur aktiv­er gewor­den. Ich bin vor weni­gen Tagen doch tat­säch­lich von einem Ehep­aar ange­sprochen wor­den “Der Schäfer­hund ist aber noch jung, oder?” So etwas freut mich wirk­lich sehr.

Arthrose — eine Herzen­san­gele­gen­heit

Für mich ist Arthrose zu ein­er kleinen Herzen­san­gele­gen­heit gewor­den. In all den Jahren habe ich so viel gele­sen und mich so viel informiert und aus­pro­biert. So oft hört man von Tierärzten lediglich die Option Schmerzmit­tel zu geben, doch mann kann so viel mehr tun. Nahrungsergänzungsmit­tel wie Col­lag­ile, Phys­io­ther­a­pie, der Ein­satz von Blutegeln — all das kann dem Hund so viel Unter­stützung bieten. Ich finde, man muss da als Hal­ter auch ein­fach mal die Ini­tia­tive ergreifen und sich schlau machen. Natür­lich sind alter­na­tive Behand­lungsmeth­o­d­en oft teur­er, aber das gehört zu unser­er Ver­ant­wor­tung als Hun­de­hal­ter nun mal dazu. Arthrose bedeutet nicht zwangsläu­fig eine lebenslange Gabe von Schmerzmit­teln. Librela schafft eine super Alter­na­tive zu den herkömm­lichen Tablet­ten. Eine Injek­tion ist deut­lich ein­fach­er in der Hand­habung als die tägliche Gabe von Tablet­ten und wirkt sich zudem nicht so neg­a­tiv auf Leber und Nieren aus.

Ich kann allen Hun­de­hal­tern von Arthrose — Hun­den empfehlen, euren Tier­arzt auf Librela anzus­prechen. Pro­biert es doch ein­fach mal aus 🙂

Quelle: Euro­pean Med­i­cines Agency

EMA/254019/2021
EMEA/V/C/005180

(Vis­it­ed 49 times, 1 vis­its today)

2 Replies to “[Unsere Erfahrungen mit Librela.] Anzeige”

  1. Toller Bericht! Danke für den, für mich,sehr neuen Ansatz . Werde bei der näch­sten Unter­suchung meinen Tier­arzt darauf ansprechen. Danke, dass Du Dein Wis­sen weit­ergib­st. Ich wün­sch Queen weit­er­hin schmerzfreie Jahre!
    Lg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.